Buchtipp von Michael Strobel
Endlich ist der neue Roman von Dennis Lehane, einem der bekanntesten und meist verfilmten amerikanischen Krimiautoren, da...und was für einer.
Viele kennen Filme wie „Mystic River“, „Shutter Island“ oder „Gone Baby Gone“, die alle auf den fabelhaften Büchern von Lehane basieren. Aber ich habe das Gefühl, dass seine Bücher trotzdem noch immer eher Geheimtipps sind.
Kurz zur Handlung:
Boston, 1974. Die Stadt kocht. Künftig sollen schwarze Kinder mit Bussen in weiße Schulen gebracht werden und vice versa. Angst geht um und Hass. Eines Nachts kehrt Mary Pat Fennessys 17-jährige Tochter Jules nicht nach Hause zurück. Mary Pat beginnt Fragen zu stellen, stößt auf Schweigen und Widersprüche, bis sie versteht: Man hat ihr das Letzte genommen, was ihr in dieser Welt Halt gab. Außer sich vor Schmerz macht sie sich auf, um Rache zu nehmen an den Verantwortlichen - und um ihre eigene Schuld abzutragen. Um jeden Preis.
Lehane versteht es meisterhaft die verschiedenen Milieus der Protagonist*innen glaubhaft zu schildern.
Ein Roman der noch lange nachhallt.