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Sylter Flammenmeer

Der erste Fall für Ed Koch, Ed Koch 1

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783311120452
Sprache: Deutsch
Umfang: 254 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 20.7 x 12.8 cm
Einband: Paperback

Beschreibung

Kurz nach Neujahr, wenn auch die letzten Touristen abgereist sind, ist es auf Sylt am friedlichsten. Kommissar Eduard 'Ed' Koch liebt diese Tage, an denen nur der Wind und das Rauschen der Wellen die Ruhe sto¨ren. Erst zum traditionellen Biikebrennen im Februar werden sich die Hotels wieder fu¨llen. In diesem Jahr aber riecht die ku¨hle Winterluft schon Wochen vorher nach Feuer: Im Nobelort Kampen brennt ein Reetdachhaus lichterloh. Verletzt wird zum Glu¨ck niemand, das Haus befindet sich noch im Bau. Wenig spa¨ter brennt ein zweites Haus. Benzinkanister zeugen von Brandstiftung. Ed und seine Kollegen stehen vor einem Ra¨tsel: Will hier ein Immobilienhai seinem Konkurrenten das Handwerk legen? Handelt es sich um Protest gegen die Sylter Baupolitik? Ed erfa¨hrt die Wohnungsnot auf der Insel am eigenen Leib, lebt immer noch mit seiner Ex-Frau und den beiden Kindern in einem Haus. Und inzwischen auch mit ihrem neuen Freund. Aber ist Ed u¨berhaupt bereit fu¨r ein neues Leben? Mit seiner Vorgesetzten Elsa vielleicht, in die er heimlich verliebt ist? Als bei einem dritten Brand ein Mann stirbt, a¨ndert das alles - auch fu¨r Ed perso¨nlich.

Autorenportrait

MAX ZIEGLER ist das Pseudonym des Journalisten und Autors Ju¨rgen Tietz. Seit vielen Jahren lebt er mit seiner Familie in Berlin - aber sein Herz geho¨rt dem Meer. Er liebt die Weite der Nordsee und den hohen Himmel. So oft wie mo¨glich atmet er auf Sylt die salzige Luft - ob beim Biikebrennen im Winter oder zwischen duftenden Heckenrosen im Sommer. Auf seinen ausgedehnten Spazierga¨ngen zwischen Watt und Meer sammelt er Inspirationen fu¨r seine Krimis. Und wenn er nicht gerade seinen liebenswerten Kommissar Eduard »Ed« Koch bei den Ermittlungen begleitet, erkundet Ju¨rgen Tietz in seinen Bu¨chern und Artikeln die Welt der Architektur.

Leseprobe

Das Einzige, was die nachweihnachtliche Stille noch sto¨ren kann, sind die Winterstu¨rme. Meterhoch tu¨rmt sich die Gischt auf und wird vom Wind u¨ber den Sand gepeitscht. Sturm dru¨ckt das Wasser hoch und ho¨her und knabbert hungrig am Strand. Jahr fu¨r Jahr wird deshalb neuer Sand aufgespu¨lt. Eine Sisyphusarbeit. In diesem Jahr ließen die Winterstu¨rme auf sich warten. Stattdessen schob der Golfstrom treulich sein wa¨rmeres Wasser aus den tropischen Regionen des Atlantiks in Richtung Nordsee. So blieben die Temperaturen auch Anfang Januar noch mild und lagen deutlich u¨ber dem Gefrierpunkt. Mittags stand die Sonne zwar noch immer tief u¨ber dem Horizont. Aber an einem geschu¨tzten Platz ta¨uschte sie bereits etwas Fru¨hling an, wa¨hrend der ku¨hle Wind den Himmel blitzeblau polierte. Ed Koch liebte diese Tage. Auch, weil die meisten Ferienga¨ste abgereist waren. Manche von ihnen kannten nach ein, zwei Flaschen Schampus weder Hemmung noch Anstand. Trunken setzten sie sich in ihre u¨bermotorisierten Luxuskarossen. Zwei Parkpla¨tze hinter dem trendigen Strandlokal im Su¨den der Insel sammelten seine Kollegen die schlangenlinienfahrenden Winterga¨ste auf ihrem Heimweg nach Kampen und Keitum regelma¨ßig ein. Doch anstatt den Kollegen dankbar dafu¨r zu sein, dass sie aus dem Verkehr gezogen wurden und niemandem Schaden zufu¨gen konnten, verfluchten sie die Polizisten und beschimpften sie unfla¨tig. Unterstu¨tzt wurden sie von ihren aufgetakelten Begleiterinnen, von denen sich manche nach den ersten empo¨rten Schritten in der kalten Winterluft u¨ber den kahlen Heckenrosen erleichterten. Weihnachten und Silvester auf Sylt waren kein Vergnu¨gen.