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Buchtipp von Michael Strobel

Harlem in den 60er Jahren: Ray Carney, der sich aus ärmlichsten Verhältnissen hochgearbeitet hat, betreibt einen Einrichtungsladen auf der 125th Street. Da der Laden nicht genug abwirft, um seiner Frau und den zwei Kindern den Lebensstandard zu bieten, den seine bürgerlichen Schwiegereltern erwarten, verdient er sich etwas dazu, indem er seinem Cousin Freddie gelegentlich das eine oder andere Schmuckstück abnimmt und es bei einem Juwelier am Time Square versetzt. Als Freddie mit seinen Kumpanen die Schließfächer des luxuriösen „Hotel Theresa“ ausräumen will, soll Ray als Hehler für das Diebesgut fungieren, aber er lehnt ab.
Kurze Zeit später wird das Hotel dennoch ausgeraubt und Freddie und seine Komplizen sind unauffindbar. Ray erfährt, dass in einem der Schließfächer Schmuck war, den der örtliche Gangsterboss seiner Freundin geschenkt hatte. Als durchsickert das Ray ab und zu als Hehler für seinen Cousin fungiert hat, gerät er in die Schusslinie zwischen Polizei und Gangstern und hat seine liebe Not, heil aus der Sache herauszukommen.

Nach „Underground Railroad“ und „Die Nickel-Boys“, für die Colson Whitehead jeweils mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, ist dies das dritte Buch, das ich von ihm lese und ich bin immer wieder fasziniert von seiner Art des Erzählens. Der Roman ist zugleich Familiengeschichte und Kriminalroman, vor allem aber eine großartige Liebeserklärung an New Yorks berühmtestes Viertel.
 

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783446270909
25,00 €inkl. MwSt.

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Kategorie: Belletristik