Buchtipp von Edgar Schuster

Burkhart Klaußner ist ein großer Schauspieler – aber muss er jetzt auch noch ein Buch schreiben? Ja, es hat sich gelohnt, dass er sich einfach mal hingesetzt hat und angefangen hat zu schreiben!

 

Der gebürtige Berliner schreibt über eine Zeit, die er glücklicherweise nicht erleben musste, die er aber aus den Erzählungen der Älteren kennt.

 

In den letzten Apriltagen 1945 werden zwei Männer, Fritz und Schultz, die es bisher geschafft haben den Krieg zu überleben indem sie ihren Kopf so weit wie möglich unten hielten, beauftragt, eine Geldkassette durch die halbe zerstörte Stadt ins Reichsluftfahrtministerium nach Mitte zu bringen. Mit viel Glück und Chuzpe und zwei alten klapprigen Fahrrädern schaffen sie es auch. Dort ist bereits alles in Auflösung und Fritz beschließt, sich alleine zum Wannsee durchzuschlagen, denn dort liegt versteckt und mit etlichem Notproviant versehen, die alte Familien-Segelyacht, auf der er sich die letzten Tage des Krieges verstecken will. Doch dann kommt es anders als erhofft …

 

Die Geschichte, die Klaußner erzählt, schildert er kenntnisreich und mit berlinischer Sprachfärbung. Ich bin der Geschichte immer atemloser gefolgt und dann war sie auch schon zu Ende - aber es hat sich gelohnt!

 

Klaußner, Burghart
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG
ISBN/EAN: 9783462051964
18,00 €
Kategorie:
Belletristik